VPT COPD Webinarreihe Teil 3
Beschreibung
Eine COPD geht mit deutlichen körperlichen Beeinträchtigungen einher und hat gravierende Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen. Vor dem Hintergrund der real existierenden Bedrohung durch die Erkrankung treten häufig auch „krankheitsbezogene Ängste“ auf, die sich nicht nur auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken, sondern auch den Umgang der Betroffenen mit der Erkrankung negativ beeinflussen können. Speziell Angst vor Atemnot und Angst vor körperlicher Aktivität können mit einer Vermeidung körperlicher Aktivität und einem allgemeinen Rückzug vom Alltagsleben einhergehen. Dies kann wiederum die Krankheitsbewältigung erschweren und zu weiteren psychophysischen Beeinträchtigungen führen. Auch eine gedrückte, depressive Stimmung kann sich negativ auf die Lebensqualität auswirken und das Krankheitsverhalten der Betroffenen beeinflussen. Ferner zeigen sich in der Realität auch neurokognitive Defizite, die sich ihrerseits teilhabelimitierend auswirken. Studien zu protektiven Faktoren und Ressourcen zeigen dagegen einen positiven Einfluss von spezifischen Bewältigungsstrategien auf die Lebensqualität der Betroffenen auf – und das unabhängig vom aktuellen Krankheitsstadium. Die körperliche Verfassung der Betroffenen ist somit nicht alleine maßgeblich für die Lebensqualität des einzelnen, sondern es spielen diverse psychische Faktoren sowie Faktoren der Krankheitsbewältigung eine wichtige Rolle.
Referentin
Dr. Dipl.-Psych. Petra Zimmermann (Klinische Neuropsychologin und Neuro-Psychologische Gutachterin GNP, Leitung der Abteilung für Klinische Neuropsychologie/Psychologie)
